Über die Feiertage wurde gespielt. Ziemlich viel. Das war ziemlich gut und notwendig. Kurz und bündig einige Endrücke.

Ecos: First Continent: Wie Augustus nur mit Endloskombos und Wartezeiten. Ich möcht es mögen. Vermutlich wird es mit Erfahrung und maximal zu dritt besser. Aber Augustus – das ich immer schon mochte – erzeugt einfach ein zu ähnliches Gefühl. Nur muss man nicht drauf warten.

Sid Meier’s Civilization: A New Dawn: Ich mag ja Zivilisations-Spiele. Oft hab ich gelesen, es sei für ein Civ-Spiel nicht episch genug. Ich hätt es mir noch schlanker gewünscht. So schlank wie das großartige Attika. Das gibts jetzt wieder als U.S. Telegraph. Und damit ist es kein Civ-Spiel mehr. Mist.

Das tiefe Land: Angeblich ja eines der besten Uwe Rosenberg Spiele, das nicht von Uwe ist. Schwierig einzuschätzen nach einer Partie, denn die Spieldynamik ist zu – nun ja – dynamisch. Auf jeden fall ein Spiel, das entdeckt werden kann.

Trogdor!! The Board Game: TrogDOOOOOOOOOOR! Koperativ. Ungerecht. Mit brennenden Männchen. Irgendwie Jabberwocky – Das Spiel. TrogDOOOOOOOOOOR!

Newdale: Befangen.

Glen More 2; Chronicles: Gewinnen ist hier nicht so meine Stärke, aber die Neuauflage ist stark. Einiges wurde verschlankt, anderes hat einen neuen Schlenker. Ob es die Chroniken braucht, weiß ich noch nicht.

Marco Polo 2: Ich hab den ersten Teil nur ein- zweimal gespielt, aber sehr gut in Erinnerung. Teil 2 soll sich flüssiger spielen. Mir gefiel das alte Brett besser.

Hadara: Hawara. Sehr schlankes, sehr flottes Civ Spiel. Zu schlank? Vielleicht. Aber da gibt es zwei Minierweiterungen im Carcassonne-Shop, die echt gut sein sollen. Zumal ich vermute, dass es da durchaus SEHR starke Strategien gibt. Und ich mark die starken Farben. Und nein: Mir fehlen keine Namen auf den Karten.

Der Hobbit: Das von Knizia. Mit koop Hausregeln und den zwei Töchtern. ich mochte es damals und ich mag es heute. Der Wechsel aus bieten und powern und bestehen der (Würfel)Abenteuer ist gelungen. Fanden auch die Mädels.

Tal der Kaufleute: Deckbuilding. Nicht unbedingt mein Herzensgenre. Und noch dazu erwischten wir eine seltsame Kombination aus Tieren.

Roam: Ein Mitspieler meinte, das sei Tash_kalar light. Möglich. Ich mag die Ryan Laukat Optik und als Füller spielt es sich sehr geschmeidig. Auch wenn es versucht, eine Geschichte zu erzählen, bleibt die Sache dann doch abstrakt, aber eben mit schönen Ryan Laukat Texturen. Sagte ich schon, dass es von Ryan Laukat ist?

Artifacts Inc.: Nocheinmal Laukat. Genau mein Spiel. Aber eher nur mit 2 oder 3 Spielern. Sonst wird man selbst zum Artefakt. Wirklich nix Neues, aber eben sehr stimmig abgemischt.

Barrage: Bagage! Immer mehr Spiele klingen, wie österreichische Begriffe. Hawara. Bagage. Und bisweilen wollte ich das SPiel tatsächlich beschimpfen. So ein verzahnt-interaktives Monster der Italiener rund um Simone Luciani. Großartig. Ganz großartig.

Kingsburg: Möcht ich mögen. Ein Würfelarbeitereinsetzspiel. Aber irgendwie spiel ich es immer gleich. Und gewinne damit sogar. Da kann also was nicht stimmen … dann doch tatsächlich eher:

Vienna: Das hatte ich eher belanglos in Erinnerung, fand die Partie dann aber richtig gut. Ähnlich zu Kingsburg, aber ohne pseudo aufgesetzte Monstersache und mit deutlich mehrdimensionaleren Entscheidungen. Und mit Romy Schneider Sissi.

Hit Z Road: Tatsächlich so schön, wie alle schreiben. Wir fanden es gut. Zu zweit ist das eine überraschend thematische Würfelei. Bei mehr Spielern könnte die Wartezeit nicht zum Gewicht passen. Vermute ich einmal, da eben nur zu zweit gespielt.

Vasco da Gama: Gut gealtert. Von der Handhabung her gut gelöst. Wirklich rund. Ein klassisches Spielichimmermitaberholichnichtselberrausspiel.

Würfelgemüse: Gutes Roll and Write.

Der Kartograph: Sehr gutes Roll and Write. Im Grunde: Patchwork (Doodle) hat ein Kind mit Isle of Skye. Wirklich viel Spiel in einer kleinen, nicht ganz kleinen Schachtel.

Dragon Market: Wowmaterial. Familienspiel. Wirklich Wowmaterial.

Little Town: Worker Placement japanischer Schule. Also wenig Regeln und eine Tiefe, die sich aus eben diesen wenigen Regeln ergibt, die mich beeindruckt. Schnell aufgebaut, schnell gespielt. Und eine kleine Schachtel.

Andor Rietburg: Ich geh in Deckung, aber spielerisch gefällt es mir besser als der große Bruder. Warum? Ich liebe das große Andor, aber wenn richtig gut gespielt wird, hängt es trotzdem oft nur an einem Würfelwurf und das kann schon ein klein wenig unangenehme Gefühle auslösen. Die Rietburg hingegen fühlt sich deutlich kontrollierter an.

Saboteur – The lost mines: Uff. Zweimal den Verrätern so richtig aufgelaufen. Ob man es braucht, wenn man das kleine Verräter hat? Ich fand es fast zugänglicher, weil das Brett mehr Struktur bietet. Eigentlich spielt man es nur für die Auflösung, wer welche Rolle hatte.

Sub Terra: Als kickstarter hab ich es seinerzeit nicht unterstützt, weil es zu originär klang und auch die Besprechungen in diese Ringtung gingen, aber das hat schon im letzten jahr richtig gezündet. Mechanisch ist da genau nix Neues dabei, aber es ist so herrlich thematisch und in sich schlüssig. Also bei der neuen kickstarter Kampagne mitgegangen.

Crown of Emara: Ja eh. Rund. Sehr rund. Flutscht gut. Hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck. Wertfrei. SPiel ich aber jederzeit gerne mit. Und vor 10 jahren wär es wohl ein richtiger Burner gewesen. Was aber wirklich toll ist: Hat man es verinnerlicht, ist es neuen Spielern wahnsinnig schnell erklärt.

Down Force: Der Kramer Klassiker in neuer Aufmachung. Ein Highlight. In 6er Runde. Großartig, aber etwas mehr Fähigkeiten wären feinst. Ja, die Erweiterung soll kommen, aber das hätte da schon drin sein müssen. Spannend: Nach dem Lesen der regeln dacht ich mir: Das soll Spaß machen? Nachdem ich die regeln erklärt hatte dachten die Mitspieler: Das soll Spaß machen? Eigenartige Mischung. Funktioniert aber richtig gut. Wer es nicht hat: Klare Kaufempfehlung.

Now Boarding: Keine Ahnung, wie wir das beim ersten Mal gewonnen haben. Kooperative Teiweiseechtzeit Routenplanung. Quasi Google Maps analog.

Burgle Bros: Falsch gespielt. Wieder einmal. Damit ist aber klar, warum ich es so frustig finde. Also: Wenn man keine Masken-Marker mehr hat, hat man noch nicht verloren. Erst wenn man dann nocheinmal von einem Wachmann erwischt wird. Worum es geht? Ocean’s 11.

Ich glaub, das war es … zirka. Ich führ ja nicht Buch.