Ich hab gerade in einer alten retrogamer Ausgabe einen Bericht zu Another World gelesen. Ein seinerzeitig (und auch heute noch) wunderbares Actionadventure mit eine fantastischen Geschichte und dichten Atmosphäre. Ohne Sprachausgabe und in Seitenperspektive. Das ist nach wie vor eine Verquickung, die ich sehr schätze. Flashback – eine ähnliche DNA nutzend – bleibt eines meiner absoluten Lieblings(digital)spiele.

Wer die Szene kennt, weiß was Angst offscreen bedeutet. (wikimedia)

Worum es mir aber gerade geht (und darum schätze ich auch analoge Spiele so): Eine perfekte Immersion – Egoperspektive und vielleicht sogar VR Brille – stehen mir im Weg. Bei einem Spiel (und natürlich Buch und Film?) brauche ich den Freiraum, den ich mit eigenen Ideen, Vorstellungen und Fantasien füllen kann. Wird vom Spiel für mich alles geliefert, fehlt mir die individuelle schöpferische Komponente. Die Bilder im Kopf, die die Leeraüme füllen, machen für mich den Reiz aus. Die Schlachtfelder von Mittelerde fühlen sich gedacht eben immer noch intensiver an als bloß gesehen.

Ach ja: nachdem ich hier unzählige halbfertige Entwürfe zu diversen Beiträgen hab‘, gibt’s in Zukunft immer wieder solche miniposts. Kleine Gedankefetzen. Nicht zu Ende gedacht. Aber grad passend.