Sapperlot. Das Wetter ist schön und trotzdem oder gerade deshalb haben wir gespielt. Versuchsweise und nicht immer erfolgreich im Freien (zwar warm, aber windig … wir brauchen Karten mit Bleikern). Einige Eindrücke.

Foto von Anderson Butilheiro (via BGG)

Seafall – nur der Prolog. Zu viert. Mit zwei Zwölfjährigen. Die Meisten Stimmen meinen, das Spiel wäre zu langsam – spielerisch und in der Entwicklung der Geschichte. Das kann ich freilich noch nicht beurteilen, aber ich hoffe, langsam bedeutet, ich kann das Spiel, die Runden, die Abläufe genießen. Was aber zu merken war: Eigentlich wollen alle nur erkunden, weil man dann das coole Geschichtenbuch zur Hand nehmen dürfen. Die alt anmutende Schreybwaise ist schon sehr nett, die verwendete Schriftart macht die Sache aber nicht ideal lesbar. Die Zwölfjährigen haben sich aber tapfer dabei geschlagen. Schön ist, wie die Geschichten im Geschichtenbuch strukturiert sind. Wo es bei „Oben und Unten“ drunter und drüber geht, hat Daviau das hier sehr elegant und unauffällig gegliedert.

Santo Domingo – erschien zuerst im Eigenverlag und ist jetzt bei Pegasus zu haben. Eingebettet in die „Port Royal“ Welt. Ob das passt? Nach einer Zweierpartie kann ich das nicht sagen. Auch die alte Version hab ich nur in der Zweierpartie gespielt. Hier ist die Sache sehr direkt und man muss sehr genau im Kopf behalten, was das gegenüber so anstellt. Ich vermute einmal, bei 4-6 Spielern geht es rund. Warum? Weil wir verdeckt Charaktere auswählen, diese aufdecken und diese eben auf selbige gegenseitig Bezug nehmen.

Lorenzo il Magnifico – Wieder verloren. gegen Son und Frau. Letztere hat zur Überraschung aller einen sehr soliden zweiten Platz hingelegt. Benedikt hat gewonnen. Stabil Siegpunkte während der Partie und im gleichen Maße bei der Endwertung. Ich bekomm das Spiel nicht in den Griff – vielleicht, weil ich die Gebäude so gern spiele, aber gebäude eben nicht so einfach zu spielen sind. Tatsächlich hat sich Lorenzo zu einem unserer Lieblingsspiele entwickelt. Ich freu‘ mich auf jeden Fall auf das, was die Italiener noch so alles liefern werden. Irgendwie sind ihre Spiele wie Pizza: Für sich genommen, ist keine Einzelzutat auch nur irgendwie neu oder gar spektakulär … aber trotzdem: Jeder mag’s, jedem scheckt’s und man könnte es jeden Tag haben. Mir ist aber noch nicht klar, warum. Marco Polo, Grand Austria Hotel, Konzil der Vier (mein persönlicher Underdog) und Lorenzo

Dohnkischote (Don Quixote) – am Abend, weil Junior noch was spielen wollte … naja, eigentlich wollte er noch aufbleiben und nachdem Kinder ziemlich schlau sind und wissen, wie man die Eltern anpacken muss … irgendwie mag ich Solitärparallelspiele. Don Quixote bekam ganz gute Besprechungen, ging aber etwas unter. Ich bin noch unsicher, wie sehr der Erfolg wirklich mit Können zusammenhängt. Und vor allem will ich endlich Karuba spielen. Das Labyrinth des Pharao mag ich ja gerne, Cities (in der Neuauflage als Limes) auch …

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