Soderle … die Messe in Essen ist seit einer Woche vorbei und mein Lebensrhythmus hat sich wieder so halbwegs normalisiert. Eigentlich ist alles wunderbar gelaufen. (Fast) Alle Spiele waren verfügbar. Leute waren wieder massig unterwegs und auch das bisherige Feedback zu den Spielen ist ganz gut. Zeit um einmal meine ganz persönlichen Highlights der Messe aufzuzählen …

essen2010

Links ich, rechts meine Frau.

Keine Kinder – heuer war Oma so lieb, die Messewoche über auf unsere drei Kinder zu schauen. Das hätte unter Umständen bedeutet, dass ich mit Andrea gemütlich durch die Messehallen hätte schlendern können, aber sie hat dan lieber Stand aufgebaut und die 4 Messetage über Merkator und Die Minen von Zavandor erklärt. Das positive Feedback zu Letzterem hat mich besonders gefreut, da die Besprechung in der Spielbox ja nicht unbedingt beraschend war, ich das Spiel aber nach wie vor großarig finde … Aussagen wie „Ich kann gar nicht verstehen, warum der U.B. das so verrissen hat?!“ oder „Hm – ich kauf mir das jetzt!“ taten sehr gut, wobei man ja auch sagen muss, dass die Besprechung in der Spielbox beim zweiten Lesen ja auch nicht sooo übel ist.

Positives Feedback – siehe oben. Und außerdem fanden sich gleich 4 Titel an denen ich mitarbeiten durchte auf der Scout Liste: Merkator, Luna, Die Minen von Zavandor und – etwas überraschend, aber umso erfreulicher – Bangkok Klongs.

Neue Gesichter zu alten Namen – Stefan Feld, Ralf zur Linde, Stefan Dorra und Rüdiger Dorn lagen ja schon öfter bei uns am Tisch. Aber eben nicht in Natura, sondern in Form ihrer Spiele. Umso feiner war es natürlich auch die Menschen hinter den Spielen etwas besser kennen zu lernen. Alle lieb? Check! Alle ziemlich genau einen Kopf größer als wie wo ich? Check!190cm sind eben nicht genug.

Standbier bei Lookout Games – am Freitag Abend gab’s primär g’schmackiges Lavabräu. Hergestellt im Steirischen Vulkanland. Privat abgefüllt, angeliefert und liebevoll getrunken von Menschen aus Deutschland, England und Amerika. Und beim Trinken kommen die Leut‘ ja zum Reden und beim Reden kommen die Leut z’sam. Und so weiß ich nun, dass Felix nicht nur bizarre Karte zu bizarren Killerkarnickel Spielen vorlesen kann, sondern auch schon ein echter Herr Dr. ist. Ui!

Spieletausch – Belegexemplare sind praktisch; vor allem, wenn es Spiele sind, die die anderen Verlagsmitarbeiter gerne in ihrer privaten Sammlung hätten. Der Verdacht drängt sich auf, dass mindestens 78% der im Brettspielbereich tätigen Personen ihren Job nur machen, um Spieletauschmöglichkeiten zu haben. Immerhin eine überaus legitime Motivation. Hier geht es nicht um Ruhm, Geld oder Mojo, sondern um Holzwürfelchen in Pappschachteln.

Beten und Arbeiten – Neben Uwe Rosenbergs Ora et Labora wurden auch massig andere Prototypen angetestet. Ora et Labora wird AgricoLeHavre-Anhänger absolut begeistern. Die Finnen machen richtig gute Spiele, die Mexikaner durchaus peppige, die Österreicher variieren sehr schön und die Deutschen haben das Handwerk des Spieleautors nicht umsonst geprägt! Was von den angespielten Titeln demnächst wirklich erscheinen wird ist aber eine andere Frage, aber Material ist genug da.

… das war’s einmal für’s Erste …