Soderla … alles ist beim Druck. D.h. alles sollte – so nicht der Herrgott oder jemand anderes was dagegen hat – in Essen spiel- und kaufbar sein. Also viele neue Spiele und massig Agricola. Und um mir die Zeit bis dahin zu vertreiben, werde ich in den nächsten Wochen einfach recht frei von der Leber was zu den einzelnen Spielen schreiben. Hochgradig subjektiv. Das nennt sich dann Vergangenheitsbewältigung.

Fangen wir einmal mi Bangkok Klongs an. Erscheint im Verlag dlp-Games und ist von Martin Schlegel. Ein schönes Interview mit allen beteiligten gibt’s hier und einen ersten Eindruck dort.

Was das Spiel ausmacht ist der leichte Zugang. Die Regeln lesen sich flott (wurden ob ihrer klaren Struktur auch schon gelobt), und der Einstieg ist eigentlich kinderleicht. Und dann kommt man drauf, dass es BK faustdick hinter den Ohren hat. Jeder Zug will überlegt sein, weil immer das gesamte System beeiflusst wird. Keine punktuellen Maneuver, auch wenn es eben zu Beginn so scheint. Wer aus dem Bauch heraus spiel muss nicht unedingt im Nachteil sein, weil er oder sie damit unberechenbar bleibt, aber spätestens bei den Wertungen sollte man dann doch etwas Kopfrechnen und schauen, bevor man was macht, weil sonst macht man was, was man nicht machen sollte, weil dann der Mitspieler was machen kann, was mir keine Freude macht. BK hebt sich wunderbar von den komplexen Monstern (ich mag Monster!) der letztden Jahre ab und ist wunderbar hübsch grün. Also …

Bangkok Klongs ist besser als … viele statische Legespiele, weil bei BK immer wieder auch Plättchen abgeräumt werden und dieses irgendwie organische Hin-und-her sehr belebend ist.

Bangkok Klongs ist schlechter als … Busen Memo. Weil es kein Spiel gibt, dass es mit Busen Memo aufnehmen kann.

Bangkok Klongs ist so zirka Daumen mal Pi gleich gut wie … puh, das ist schwer zu sagen, weil mir eigentlich nur Cronberg aka Bonobo Beach einfällt, dass ein klein wenig ähnlich ist. Aber BK wirkt dann doch in sich runder.