Der Himmerl war blau. Die Seehöhe lag bei über 1000 Metern. Und trotzdem waren wir kaum draußen. Eine notwendige Sünde. Dem Spiel zuliebe.

Hawaii von Hans im Glück blickte mich die letzten Jahre vorwurfsvoll vom Regal herunter an. Irgenwo zwischen Worker-Movement und ganz klassischem Wir-bauen-eine-Siegpunkt-bei-Spielende-Maschine-Spiel angesiedelt spielt sich Hawaii ausgesprochen rund. Nur diese Füße als Währung, die ja auch durch Obst ersetzt werden können … irgendwie verstörend und faszinierend zugleich. Meine Mitspieler verglichen es mit Istanbul, fanden es aber nicht so flutschig. Fand ich schon.

New England ist optisch jetzt nicht so super und auch wenig innovativ, aber aus irgend einem Grund mag ich diese Mischung aus dynamischer Preisgestaltung und Plättchenlegespiel sehr gerne. Es spielt sich kompakt und das Handling hält sich in Grenzen. Nur, dass die Spielfiguren für die Pilger sowohl am Spielmaterial als auch in der Anleitung anders aussehen als die sich tatsächlich im Spiel befindlichen Figuren bereitet mir Kopfzerbrechen.

Antike sollte der gebildete Spieler wohl kennen. Bisher kannte ich nur Antike Duellum. Ein großes Civ spiel mit schön schlanken Regeln, viel Interaktion – ja man darf und muss sogar destruktiv sein – und vielen wunderbaren, kleinen Momenten. Das Rondell zur Aktionswahl ist jetzt zwar eigentlich nicht wirklich innovativ, aber es bremst ein, schreibt eine Reihenfolge vor und ist mit seiner Symmetrie fast schon poetisch. Oder einfach nur fies.

Andor für 2 ist tatsächlich solide kooperative Kost für Zwei. Wie sehr ich mich dabei tatsächlich als Abenteuere fühle, kann ich noch nicht beurteilen … ist es zu mechanisch? Der Karten-Deckbau-Rondell-Mechanismus mit 3 Slots ist schon pfiffig (war er ja angeblich auch schon bei Kashgar); und auch die Illus sitzen und ich mag Rennspiele. Genau das ist es: Ein kooperatives Rennspiel. Und als solches ist es richtig gut geworden.

Steam Park muss man eigentlich mögen. Nicht innovativ, aber so gekonnt abgemischt, dass es für mich ein wunderbares Beispiel für ein „thematisch motiviert komponiertes Spiel“ ist. Würfeln? Check! Bauen? Check! Auftragskarten? Check! Eine zarte Note Bag-Building? Check! Sondefähigkeiten? Check! Ölflecken? Check?!

Isle of Skye ist einfach unglaublich rund. Wenn es zu schnell gespielt wird, wird mir das Handling aber fast zu viel. Aber eben nur fast.

Tumult Royal besteht zu 2/3 aus einem Echtzeit-Element Marke Galaxy Trucker und zu 1/3 aus einem recht gewöhnlichem Bauspiel. Lustig an doieser Sache ist, dass das eigentlich Spannende genau dazwischen passiert. Die Klärung der Frage, ob die Spieler zu gierig waren. Und damit kommt ein sehr schönes Element ins Spiel, dass sich auf beide Bereich auswirkt.

Geistesblitz spätnachts und übermüdet. Keine gute Idee.

Geheimnis der Zauberer ist Gift für meinen Nacken. Kompliment aber an die Producktentwickler. Ein Blickfang. Ein Genuss. Ein echt gutes Kinderspiel.

Welcome to the Dungeon hat nicht so recht gezündet. Dabei will ich, dass es das tut.

Love Letter geht immer.

Siberia funktioniert ganz ausgezeichnet vor allem auch mit Kindern ab 7. Ja. Ehrlich. Irgendwie ist der Mechanismus für Kinder leicht begriefbar. Und das Hantieren mit Geld … sowieso. Siberia hat sich bei uns zur Antwort auf eine Frage vieler Kinder entwickeln … „Können wir Monopoly spielen?“ Das Spiel hat zwar so gar nix mit Monopoly zu tun, aber eben das Papiergeld!

Was ich sonst noch unbedingt spielen wollte …

Lignum, weil ich das Thema schön finde und entgegen diverser Forenmeinungen auch die Gestaltung.

Rückkehr der Helden samt Erweiterung, weil ich es viel zu selten spiele. Eigentlich bräuchte dieses Spiel eine geschliffene Neuauflage.

Domus Domini weil es so schön hell ist und auch zu sechst geht.

Mombasa, weil ich es in der finalen Version noch nicht gespielt hab.

Grand Austria Hotel, weil … siehe Mombasa.