onswipe / ipad / 198
Für alle iPad Besitzer hab ich jetzt das kleine aber feine onswipe-Plugin raufgeladen und eingerichtet. Wer also meinen Weblog auf seinem Tablet liest, kann dies in Zukunft auch im Magazin Layout machen ...
Eine Kleinigkeit hab ich aber bemerkt: Wer direkt über atelier198.com einsteigt, bekommt ein gestauchtes Bild. Das liegt daran ... ach was, im Grunde egal warum (solange ich mich demnächst darum kümmere), einfach per http://www.atelier198.com/weblog einsteigen, dann schaut das auch entsprechend hübsch aus. Nur um mehr Bilder in den Artikeln sollte ich mich etwas kümmern.
spielen / unterm / baum
Weihnachten ist ja idealer Weise so a bissi die Zeit um einmal darzustellen und in Ruhe ein, zwei, drei Spiele zu spielen. Ganz stressfrei, weil eben auch alle anderen nicht erreichbar sind, nicht arbeiten (ein Danke an alle, die das dann doch tun, weil es eben nötig ist) und auch nichts von einem erwarten. Also schauen wir einmal ...
Die Abenteurer - Tempel des Chaq ist ein recht einfaches Lauf- und Sammenspiel mit toller Indy-Stimmung und großartiger Ausstattung. Gespielt haben wir es mit Benedikt, der mit seiner Sicherheits-Strategie gewonnen hat ... Ich wurde zwei Felder vor dem Ausgang von einer ziemlich großen, ziemlich schweren Steinkugel überrollt. Das Spiel ist wesentlich spaßiger, als ich es mir erwartet habe und vor allem als Bubenspiel geeignet. Passt.
Prototyp von Uwe. In Essen war ich noch etwas skeptisch, aber ich muss sagen: Das fühlt sich vertraut an, aber im positivsten Sinne - Uwe hat thematisch stimmige Mechanismen auf das Wesentliche und Spaßige reduziert.
Qwirkle das Spiel des Jahres warf zwar gleich zu Beginn eine wesentliche Frage auf, aber wenn man sich auf eine Regelung einigt - was wir dann ja auch gemacht haben - steckt hinter einem abstrakten Spiel (und wir wissen ja, abstrakte Spiele neigen zur wüstenhaften Trockenheit) eine überaus gut flutschende Spielerei, bei der wir etwas tüfteln dürfen, auf die richtigen Steine hoffen und laufend Punkte kassieren. Schön und als Spiel des Jahres eine ganz gute Wahl.
Dungeons Run ist sich gestern Abend leider nicht mehr ausgegangen, aber schauen wir einmal, ob das nicht heute noch was wird ...
spielderdes / woche / monats
Die Online-Brettspiele-Testseite Ludoversum ist zwar nicht sonderlich hübsch, aber man ahnt es: Die inneren Werte. Und ebendiese sind: Schnell. Die Seite hat meistens als eine der ersten Besprechungen zu recht jungen Brettspielen online und ist für Interessierte – neben diversen Foren – sicher eine brauchbare erste Anlaudfstelle.
Warum ich diese ganze Werbung mache? Kurz und knapp: Das Spiel der Woche und das Spiel des Monats wurden von mir illustriert. PAX und Ora et Labora – recht unterschiedliche Spiele, sowohl was die Größe (der Schachtel) betrifft, als auch den Inhalt. Beide aber – und da hatte ich wieder einmal Glück und muss Luduversum zustimmen – absolut spielenswert. Und spielenswert ist Schleichwerbung für einen ebenso getauften Weblog. Und langsam wird klar, es ist richtig schwer, was zum Thema Spiele (Rezensionen im Inernet) zu schreiben, ohne mindestens eine Million Anspielungen – bewusst oder unbewusst – einzubauen. Das Reich der Spiele ist eben doch größer, als so macher Pöppel in der Kiste voller Spiele. Eine Spielbox quasi. Aus jetzt. Sofort! Hallt es da durch meine Kopf. Neuntausend Mal.
Diese ganze Verlinkerei hat mich aber auf eine Idee für die diesjährigen Top10 gebracht ...schauen wir einmal.
spielen / mit / junior2011
Gerade hab ich mit Benedikt eine Runde Suleika gespielt ... Und bin wie üblich ziemlich abgehockt worden. Warum haben Kinder eigentlich immer ein so unverschämtes Glück? Drei Antworten ...
A) Das nehmen Erwachsene nur so wahr. Würden wir nur oft genug spielen ... ein schwacher Trost.
B) Es gibt ihn doch, den Herrgott und er ist der Meinung, dass Erwachsene eh potentiell Glück in der Liebe haben (können) und von daher ist es gar nicht nötig ... als Erklärmodell vielleicht gar etwas schwer beweisbar.
C) Ich spiele einfach schlecht. Sogar bei Würfelspielen. Das wird es sein. Verdammt. Irgendwie wusste ich das schon immer.
november / war / pause
Weblog-Pause im November – ja das ist einigen ungut aufgefallen. Ich fass' das natürlich als Kompliment auf. Und genauso als Aufforderung. Vielleicht zum Beispiel quasi um einen kleinen Überblick über "meine" Neuheiten zu geben? Ja? Na gut ... fangen wir einmal mit den Lookout Spielen an.
2011 war nicht soooo eng wie 2010 - was vermutlich auch daran lag, dass ich mich etwas auf meinen Heimatverlag Lookout konzentriert habe. Dort vor Ort sind nämlich einige richtig feine Spiele veröffentlicht worden – jedes für sich ist schon sehr brauchbar, aber gerade in der Mischung ergibt sich daraus ein wirklich feines Portfolio. Kurz und knackig:
Die Gnome von Zavandor ist eigentlich noch vor der Messe erschienen. Ein Wirtschaftsspiel, bei dem man die Kurse für Edelsteine zugegebener Maßen sehr oft und permanent, also quasi immer un in einer Tour anpassen muss. Das Schöne an dem Spiel ist aber die Dramaturgie: Der Start ist hart ... aber die plötzliche Geschwindigkeit in der dann doch was weitergeht, überrascht viele und immer wieder. Börsen-Muffel schauen weg. Erbsenzähler und Finanzkrise-Besserwisser schlagen zu.
Ruhm für Rohm hab ich ja nur das Layout gemacht. Das finden vor allem Kenner des knallbunten Clipart-Originals zu blass. Auf jeden Fall haben wir hier ein ganz großes Spiel in einer ganz kleinen Schachtel. Wie soetwas geht? Einfach jede Karte mit gefühlten 23 Aktions- und Verwendungsmöglichkeiten versehen. Und wie ist das Spiel? So gut, dass es von der oben genannten Clipart-Version schon sehr viele Auflagen (auf Englisch) gibt.
Walnut Grove ist eines meiner ganz persönlichen Lieblingsspiele. Schönes Thema (Farm) und schöne – im positiven Sinne bekannte – Mechanismen. Das Spiel ist schon eher Multiplayer-Solitär und man wird durchaus auch durchgestresst ("Wie ich bracuch schon wieder Nahrung? Doppelt so viel? Für alle meine Knechte!!!") aber im Grunde geht sich dann doch alles aus und esist einfach schön anzusehen, wie die eigene kleine Farm wächst.
Feudalherren von Tom Wham mit Illustrationsvorlagen von Tom Wham (ich hab alle neugezeichnet und etwas gehübscht) ist ein ungerechtes Spiel. Mit Würfeln. Igittt! Das für mich Überraschende: Es kommt auch bei Glückistböse-Spielern richtig gut an. Wer weiß, worauf er (oder sie) sich einlässt, kann mit dem knallbunten Spiel rund um Barone, Banditen und Blättchen viel Spaß haben. Nur ja nicht ernst nehmen. Auf gar keinen Fall.
Und zum Schluss natürlich Ora et Labora von und erstmals mit (zumindest in den Spielregeln) Uwe Rosenberg. Viel Spiel. Viel Material. Viele Möglichkeiten. War auch viel Arbeit. Also eine sehr stimmige Sache. Das Spiel selbst richtet sich ganz klar an Le Havre Fans. Also Ressourcen bekommen, umwandeln, veredeln, versiegpunkten und wenn nötig auch verbrauchen. Dauert lang; fühlt sich aber wesentlich kürzer an.
Das war's einmal von der Lookout Front (die Minen von Zavandor und Poseidon Erweiterungen stehen nur hier in den Klammern) ... PAX, Siberia und The City folgen demnächst.
presse / arbeit / spiele
Ich bin zwar die ganze Woche mehr oder weniger durchgehend an einer kleinen Erweiterung zu einem Spiel gesessen, dennoch blieb etwas Zeit, um einige Essen-Neuheiten anzutesten. Hier kurze Ersteindrücke ... vorher aber der Hinweis auf den zweiten Teil zum Essen-Bericht in Die Presse.

Andrea und ich spielen PAX. Das ist ein großes Spiel hinterhältig als Kartenspiel verkleidet und kann mit zwei Exemplaren sogar zu 8 gespielt werden.
Coney Island sieht locker-flockig aus und auch die Regeln wirken recht zugänglich. Aaaaaber das Spiel hat es in sich. Da sind richtig viele Dinge zu bedenken, passiert einiges und allerlei und sowieso kommt man nicht so ganz hinterher. Sehr schön ist der Mechanismus, dass man sich nicht über das ganze Spiel hindurch verbessert, sondern nach Wertungen wieder etwas zurückgeworfen wird. Quasi Drama in Häppchen. Und die Illus sind spitze!
Venture Forth ist das etwas andere Abenteurspiel. Ich hab den Titel mehr oder weniger Blind per Kickstarter unterstützt, weil ich in einem Werkstättenbericht irgendetwas von Talisman gelesen hab, war schlussendlich aber sehr positiv überrascht. Die Spieler legen sich selbst ihre Begegnungen auf einem gemeinsamen Plan aus. Und auch hier gibt's massig zu bedenken. Auf jeden Fall nocheinmal.
Exposaurus ist in einer viel zu großen Schachtel untergebracht. Nein eigentlich nur zu hoch, aber das ist im Grunde egal, denn man kann nie genug Legespiele haben, oder? Hat sich sehr nett gespielt, skaliert gut (für 2 Spieler) und auch das Material ist stimmig. Schönes Spiel aus kleinem Verlag.
Der Hobbit schaut aus wie Beowulf oder Herr der Ringe vom gleichen Autor ist aber trotz Spielplan "nur" ein (Er-)Würfelspiel. "Nur" ist aber eher ein Kompliment, denn Der Hobbit die Würfel erzeugen Emotionen. Besonders gelungen ist der Rhythmus: Wir laufen einen Weg entlang und Sammeln Fähigkeiten sowie Ausrüstungsgegenstände (und was weiß ich noch sonst alles), die wir für die Würfelkämpfe benötigen, die das Laufen immer wieder unterbrechen. Positivst überrascht!
zurück / aus / essen
Essen ist vorbei. Die wichtigste Erkenntnis für mich: Ach du ... die Leute lesen meinen Weblog. Echt? Wirklich? Wow. Danke. Dann sollte ich auch wieder regelmäßig was schreiben. Jetzt zum Beispiel:
Einen neuen Artikel in Die Presse gibt's. Passend zum Thema Spielemesse in Essen. Hier. Und vermutlich auch was am kommenden Samstag. Also bitte schön brav Die Presse kaufen.
Und in den nächsten Tagen hoffentlich an dieser Stelle auch das eine oder andere zu meinen Essen Neuheiten.
Ja und dann muss ich auch noch auf den neuen Hauptmenüpunkt hinweisen: Stoffsachen. Noch WIP aber trotzdem schon einmal reinschnuppern.
sitz / nick / sack
Wenn man zu viel arbeitet, kommt man auf blöde Ideen und fängt an Dinge zu sehen. So geschehen vor zirka 2 Minuten. Unser Sitzsack im Wohnzimmer wirft einen Schatten, der aussieht wie Nick Knattertons Profil. Ernsthaft!

Nick der Sitzsack
Das ist fast so gut wie: Mein Mann hat Elvis ausgeschwitzt!
Ich geh jetzt arbeiten. Vermutlich g'scheiter.
post / post / post
Lustig, wie Dinge zusammenfallen. Nein, nicht das gerade mühsam aufgebaute Kartenhaus, und auch nicht irgendwelche Nazgul oder Jedi, sondern die Ankunft von Spielen. Vor Kurzem per Post reinbekommen: Die Neuauflage von Crazy Kick und das Kinderspiel Zirkus Stapelix ...

Crazy Kick ist die Neuauflage von Crazy Kick ist die Neuauflage von Fußball Ligretto. Info gibt's hier. Ich wollte schon immer Mal ein Fußballspiel illustrieren. Das ist jetzt daraus geworden. Sehr stylisch und grün!
Zirkus Stapelix hab ich nicht illustriert, sondern nur grafisch betreut. Das Spiel selbst ist ein sehr nettes Beobachtungs- und Bauspiel. Die 3D-Abbildungen auf den Plättchen hat Andreas Resch (argfx) gemacht. Und die sind absolut fein geworden!
Soderle, muss weiterzeichnen ...
PS: Wer sich über die mise Bildqualität wundert ... Handyfoto. Die Kinder haben wieder einmal meine Digitalkamera entführt.
spiele / spiele / spiele
Die Osterfeiertage sind jetzt doch irgendwie vorbei und mit ihnen auch diverse Zeitfenster, die randvoll mit Spielen gefüllt waren. Naja fast, denn dazwischen mussten wir mit dem Auto nach Hiddigwarden fahren … und auch wieder zurück. Vorher galt es noch meinen Geburtstag zu feiern (danke an die vielen Facebook Glückwünsche) und auch a bissi zu arbeiten. Trotzdem kurz und knapp einige Eindrücke
- Asara ist besser als ... sein Vorgänger in der gleichen Schachtel, beim gleichen Verlag, vom gleichen Illustrator und auch vom gleichen Autor (zumindest zu 50%), wobei dem Spiel, da muss ich H. recht geben, etwas der Höhepunkt fehlt. Wenigspielern gefällt es aber ausgesprochen gut, was irgendwie daran liegt, dass man glaubt, was Gewichtiges zu spielen.
- Jenseits von Theben ist besser als ... sein Ruf. Naja nicht unbedingt, aber das angeblich unsägliche Glucks.. ähm Glückselement mit dem blinden Graben im Sackerl finde ich thematisch einfach so passend, dass man als Spielende wohl damit leben muss. Toll!
- Artus ... und die Ritter der Tafelrunde ist schlechter als … Ritter der Kokosnuss. Auch wenn das Spielgeschehen mit wild herumhüpfenden Rittern und sich drehenden Tischen daran erinnert, hat das Spiel einfach nicht den gleichen Unterhaltungswert. Das geht auch gar nicht, insoweit war der Vergleich ja auch ungerecht. Keine AHnung, was ich von dem Spiel halten soll.
- Defenders of the Realm ist besser als ... das Spiel hatten wir doch schon, oder? Ich oute mich als Fanboy. Meine Geburtstagsspielrunde hätte Andrea und ich beinahe gewonnen. Verfluchte Drachen!
- Die Burgen von Burgund ist besser genauer als ... die Zeitangabe auf der Box. Verdammt noch mal, wie soll man das Spiel in 30 (sic!) Minuten schaffen? Zu zweit ohne viel Denkerei, aber dafür mit Einarbeitung brauchten wir 120 Minuten. 120 richtig gute Minuten, auch wenn gegen Ende hin etwas die Luft aus ging, weil wir unsere Strategien zu kurz planten. Irgendwie eine typische Stefanfeldmischung ...
- Halali! ist besser als ... Schach, obwohl es viele Parallelen hat. Schach ist für Leute ohne Humor.
Das eine oder andere Spiel wird beizeiten noch etwas genauer beleuchtet. Aber da momentan die Tage immer länger werden, warten wir damit vielleicht, bis es wieder dunkler wird. Oder so.























